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ANALYSE UND VERWERTUNG MINERALISCHER WERTSTOFFE

  • 22. Januar 2020
  • RKW Sachsen GmbH, Freiberger Straße 35, 01067 Dresden

 

Nach dem Nutzungsende von Gebäuden oder Infrastrukturen entstehen Bau- und Abbruchabfälle, die wieder dem Recycling zugeführt werden können. Kreislaufwirtschaft am Bau soll weiterhin gefördert werden, denn Baustoffrecycling ist sinnvoll.
 
Unter dem Thema „Analyse und Verwertung mineralischer Wertstoffe“ fand am 22. Januar 2020 das Treffen des Arbeitskreises Kreislaufwirtschaft der CLEANTECH Initiative Ostdeutschland in Dresden statt.
 
Die Ergebnisse im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitforschung zum Einsatz von Recyclingbeton von Frau Prof. Mettke (BTU Cottbus-Senftenberg) zeigten, dass dessen Einsatz im Hochbau möglich und sinnvoll ist. Dabei sind neben den politischen und rechtlichen Vorgaben zur Verwertung, auch die Anforderungen an rezyklierte Gesteinskörnungen und an Recycling-Beton selbst zu beachten. Auch die Bedeutung von Geopolymeren als Sekundärrohstoff wurde durch den Beitrag von Herrn Kraft (TU Bergakademie Freiberg) verdeutlicht. Neben den spezifischen Eigenschaften und Herstellungsmöglichkeiten wurde die mögliche Anwendung von Geopolymeren, z.B. in Geopolymerbetonfertigteilen, in Schalschutzwänden oder im Tunnelbau erläutert. Müllverbrennungsaschen oder Klärschlammaschen können als Quelle zur Herstellung von Geopolymeren genutzt werden.
Die Lausitz Energie Kraftwerke AG (LEAG) hat gezeigt, dass sie bei der Mitverbrennung von Klärschlamm, neben der Zementindustrie ein wichtiger Partner im Bereich der thermischen Klärschlammentsorgung in den ostdeutschen Bundesländern ist. Ziel ist es, den Kreislauf der Wertstoffe zu forcieren, dazu gehört jedoch ein allgemeines Umdenken. Konkrete Beispiele zum Thema Altbeton-Recycling zeigten die ökonomischen und ökologischen Vorteile, wie ein durch das Schwenk Zementwerk Karlstadt entwickeltes alternatives Verfahren (das sogenannte Loesche-Verfahren) zum Betonrecycling.
Als ein hervorragendes Beispiel für die Verwertung von mineralischen Wertstoffen wurde der „NESTLER- Block“ präsentiert, es wurde gezeigt, wie mit einem flexiblen Bausystem aus Stapelbetonblöcken aus Ziegel- oder Betonrecyclat Hangabstützungen, Trennwände, Lagerhallen oder mobile Betonabsperrungen schnell und unkompliziert gebaut werden können.

Die Präsentationen bildeten die Grundlage für rege Diskussionen. Positive Beispiele gibt es genug, aber es sind nur Beispiele und noch nicht die gängige Praxis. Viele konkrete Fragen an die Vortragenden bewiesen die Notwendigkeit zur Weiterentwicklung und dem Einsatz des Betonrecyclings.

Der begründete Wunsch nach definierten Anerkennungen der neuen Produkte, die hervorragende Werkstoffeigenschaften besitzen, war ein Ergebnis des Treffens. Durch ein gemeinsames Handeln von Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft kann die erfolgreiche Entwicklung von neuen Geschäftsfeldern vorangetrieben und ein verantwortungsvoller Umgang mit Umwelt und Landschaft erreicht werden.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und freuen uns auf das nächste Treffen!



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